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Nahrungs- und Genussmittelunternehmen lassen laut Studie weltweit Chancen im Lieferketten-Management ungenutzt

Unternehmen könnten deutlich von einer besseren Technologienutzung profitieren

Wien, 31. Oktober 2006 –Nach den Ergebnissen einer heute von Lawson Software (Nasdaq: LWSN) veröffentlichten Studie nutzen viele Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ihren Kundendienst und ihre Rentabilitätschancen nicht optimal. Der Grund hierfür liegt in einer lückenhaften Verwaltung der Lieferkette. In der von Enterprise Economics für Lawson durchgeführten Studie wurden die Arbeitsweisen und -prozesse von 200 führenden Nahrungs- und Genussmittelunternehmen (N+G) in Europa, Asien und Australien/Neuseeland untersucht und miteinander verglichen.

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass viele N+G-Unternehmen routinemäßig mit Überbeständen in der Lieferkette und mit leeren Ladenregalen zu kämpfen haben. Zum größten Teil ist dies auf den Umstand zurückzuführen, dass in Vertriebs-, Produktions- und Einkaufsplanung weiterhin mit Tabellen- oder Papier-basierten Verfahren gearbeitet wird. Die daraus entstehenden Probleme können wiederum zu sinkenden Verkaufszahlen und schlechtem Gesamtergebnis sowohl beim Einzelhandel wie auch beim Nahrungs- und Genussmittelproduzenten führen.

Laut der Studie verwendet eines von vier Unternehmen in Asien immer noch Papier für die Absatzprognose und -planung. In Europa hingegen beläuft sich der Anteil nur noch auf eines von 100. Europäische Unternehmen setzen mit 58 Prozent am häufigsten Planungssoftware für Absatzprognosen und -planung ein, in Australien/Neuseeland sind es 36 Prozent, in Asien lediglich 13 Prozent. Obgleich gemäß der Studie Europa im Einsatz von fortschrittlichen Planungswerkzeugen führend ist, verwenden hier immer noch 21 Prozent der Befragten für die Produktionsplanung sowie 30 Prozent für die Verkaufsprognosen verschiedene Formen der Tabellenkalkulation.

Nach Lawson führt das Festhalten an manuellen Verfahren zur Verbreitung von Datenfehlern, besonders angesichts saisonaler Liefer- und Bedarfsspitzen. Aufgrund falscher Daten erhöht sich die Gefahr fehlerhafter Prognosen, und dies kann sich wiederum negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken, da eine Über- und/oder Unterproduktion zu Fehlbeständen bestimmter Artikel und einem Überbestand anderer Artikel führt.

„Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie hat sehr knappe Margen und ist äußerst dynamisch“, so Olin Thompson, Vice President of Industry Strategy bei Lawson. „Darum sind exakte Lieferkettendaten von entscheidender Bedeutung – nicht nur für die Planung, sondern auch für die gesamte betriebliche Effizienz. Viele Nahrungs- und Genussmittelunternehmen haben noch ausreichend Potential für den Einsatz moderner Technologien zur Verbesserung ihres Kundendienstes, zur Erhöhung ihrer Produktivität, der Reduktion von Risiken und der Steigerung der Rentabilität. Dieser Teil des Lieferketten-Managements ist immer noch weitgehend ungenutzt und bietet viele Chancen.“

Regionales Spotlight

Europa:

Den größten Anteil der Befragten, die angaben, Planungssoftware zur Absatzprognose (58 Prozent), Produktionsplanung (34 Prozent) und Einkaufsplanung (32 Prozent) zu nutzen, machen Unternehmen in Europa aus. Allerdings gibt es auch hier immer noch erhebliches Verbesserungspotential für Unternehmen mit unzureichenden Planungsmöglichkeiten. Indem sie zu viel oder zu wenig produzieren beziehungsweise an einigen Stellen Mangel-, an anderen Stellen Überbestände schaffen und es so zum Beispiel zu Überschreitungen des Verfallsdatums kommt, können sie damit das finanzielle Gesamtergebnis negativ beeinflussen und damit das Gesamtunternehmen in Gefahr bringen.

Australien/Neuseeland:

Lediglich 42 Prozent der N+G-Unternehmen in Australien/Neuseeland berichten über eine Kundenzufriedenheit von 98 Prozent oder mehr. Dies könnte auf Schwierigkeiten in der Planung, Prognose und Lagerhaltung von richtigen Produkten zum richtigen Zeitpunkt hinweisen. Wenn ein Unternehmen Waren auf Lager, aber nicht im Laden hat, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es keine modernen Technologien verwendet und Chancen zur Erhöhung der Verkaufszahlen und der Kundenzufriedenheit ungenutzt verstreichen lässt. Die meisten Unternehmen haben dies als eine ihrer größten Herausforderungen erkannt, gaben aber an, zunächst die Betriebskosten senken und dann im zweiten Schritt Bestandsfragen in Angriff nehmen zu wollen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass eine bessere Bedarfsprognose zur Senkung überhöhter Betriebskosten beitragen kann, indem sie den Verbrauchern zum richtigen Zeitpunkt genau das Gewünschte bereitstellt.

Lawson gibt die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studie heute im jährlichen „Global Food and Beverage Supply Chain Management Survey“ bekannt. Der Bericht ist unter folgender Adresse zu finden:www.lawson.com/survey2006.

–Ende–

Hinweise für Redakteure

Diese Studie wurde von Enterprise Economics im Auftrag von Lawson Software, Inc. durchgeführt (dem das frühere Intentia International AB angehört). Lawson ist der weltweit führende Anbieter für Unternehmensanwendungen für die mittelständische und international agierende Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Die Studie wurde Ende 2005 bis Anfang 2006 durchgeführt. Insgesamt nahmen mehr als 200 Unternehmen und Organisationen an der Online-Umfrage mit 16 Kernfragen teil und vermittelten Informationen aus verschiedenen N+G-Sektoren, darunter aus den Sparten Fleisch, Backwaren, Süßwaren, Weinkellereien/Getränke, Milchprodukte, Seafood, Gewürze und viele andere.

(Hinweis: Die Daten für Asien beruhen hauptsächlich auf Ergebnissen aus Indien, Hongkong und Thailand).

Forward-Looking Statements

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